Psychotherapie

Die meisten psychischen Leiden sind im Kontakt mit anderen Menschen entstanden und können auch nur im zwischenmenschlichen Kontakt wieder gehen. Dies ist ein Grundsatz der Gestaltpsychotherapie. In der gegenwärtigen Beziehung zwischen KlientIn und Therapeutin werden unerledigte alte Konfliktsituationen wieder neu erlebbar und mit Hilfe von kreativen Experimenten zu einem Abschluss gebracht. Als Gestalttherapeutin arbeite ich weniger mit Deutungen als damit, mein Gegenüber darin zu unterstützen, hier und jetzt zu einem alten Thema eine neue Erfahrung zu machen. Dabei bringt der Klient oder die Klientin ebensoviel Expertise für sich selbst mit, wie ich als Psychotherapeutin für die Gestaltung einer heilsamen Beziehung. Jeder gestalttherapeutische Heilungsprozess ist einzigartig und ein gemeinsames Kunstwerk von KlientIn und Therapeutin. In meiner gestalttherapeutischen Arbeit vertrete ich ein Gesundheitsmodell und kein Krankheitsmodell. Das heißt, ich hüte mich vor Stigmatisierungen aller Art. Es ist daher nur folgerichtig, dass eine Gestaltpsychotherapie nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird - auch wenn die Behandlungserfolge allgemein erwiesen sind. Psychische Verarbeitungsweisen und Symptome, unter denen meine KlientInnen leiden, werden von mir als ein Ergebnis schöpferischer Anpassungsleistungen wahrgenommen, die einmal Sinn gemacht haben, jetzt aber hinderlich geworden sind.